Informationen für Betroffene und Angehörige
 

Impressum

GFMK GmbH & Co. KG

Handelsregister-Nr. HRA 20746
Amtsgericht Köln
USt-IdNr.: DE813117900

Geschäftsführer: Holger F. Caspari

Zum Scheider Feld 20
51467 Bergisch Gladbach
www.gfmk.com

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Redaktionssystem:
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Realisierung:

Layout, Umsetzung: GFMK GmbH & Co. KG
Texte Deutsch: Teresa Ott
Texte Englisch: Barbara Kliem

Fotos, Abbildungen:
Borderline Syndrom: vvvstep/Bigstock.com (887768)
Entstehung: PhotoEuphoria/Bigstock.com (25790657)
Diagnose: mangostock/Bigstock.com (21908393)
Therapie: Ambrophoto/Bigstock.com (9657203)
Wissenswertes: Syed Rizwan Ali/Bigstock.com (8026929)

 

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Diagnose Borderline Syndrom

Die Diagnose eines Borderline-Syndroms ist schwierig, da es keine typischen Anzeichen für diese Erkrankung gibt. Bei jedem Betroffenen können sich unterschiedliche Symptome zeigen. Häufiges Anzeichen ist eine große Angst vor dem Alleinsein, insbesondere vor dem Verlassen werden. Störungen der Identität können sich bei den Betroffenen durch die Infragestellung des Selbstbildes, des Wertesystems oder der Berufswahl äußern. Patienten mit Borderline-Syndrom neigen häufig zu impulsiven Verhalten, das sich beispielsweise in Spielsucht, Kleptomanie oder Essstörungen zeigen kann. Der Drang zu Selbstverletzungen bis hin zu Suiziddrohungen ist ebenfalls bei vielen Betroffenen zu finden.

Wie bei anderen psychischen Erkrankungen lassen sich keine genauen Faktoren für die Entstehung des Borderline-Syndroms benennen. Ein Einflussfaktor können die Erlebnisse in der Kindheit sein. So kann das Erleben von Gewalt die Entstehung eines späteren Borderline-Syndroms begünstigen. Das Kind kann so eine traumatische innere Zerrissenheit zwischen Angst und Vertrauen zu den Vertrauenspersonen erleben. Dieses Trauma kann durch Erlebnisse als Erwachsener wieder erlebt werden. Es gibt aber auch viele Beispiele, in denen das Borderline-Syndrom trotz eines intakten Elternhauses entstanden ist. Eine erbliche Veranlagung wird diskutiert.

Studien konnten feststellen, dass Betroffene mit Borderline-Syndrom über ein anderes Schmerzempfinden verfügen als nicht Betroffene. Der Grund hierfür ist, dass das Gehirn aktiv das Entstehen der Schmerzempfindung unterdrückt.

Aussagen über den Verlauf des Borderline-Syndroms sind schwer zu treffen. Häufig ist ein Drang zu Selbstverletzungen oder Selbstmord. Rückblickend ist bei Betroffenen mit Borderline-Syndrom eine große Häufigkeit von ADHS in der Kindheit festgestellt worden. Das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) und das Borderline-Syndrom haben mehrere Parallelen wie geistige Abwesenheit oder Impulsivität. Inwiefern eine Veranlagung für das Borderline-Syndrom bei Menschen, bei denen ADHS diagnostiziert wurde, besteht ist nicht erwiesen.